Reaktorsicherheit:
Wo andere vermuten, liefern wir verlässliche Daten.
Seit über 30 Jahren untersuchen wir im Großmaßstab, was im Sicherheitsbehälter geschieht. Die Daten daraus validieren die Rechenprogramme, auf die sich die Reaktorsicherheit weltweit stützt.
Manche Szenarien sollen in einem echten Reaktor nie eintreten. Also stellen wir diese sicher und zuverlässig nach. In drei großen Stahlbehältern mit 125 m³ bilden wir nach, was im Sicherheitsbehälter eines Leichtwasserreaktors oder modernen SMR geschieht, wenn die Auslegung an ihre Grenzen kommt: Thermohydraulik, Wasserstoff, Aerosole, Iod. Sicher, kontrolliert, messbar, so oft wir wollen.
Was dabei herauskommt, sind keine Vermutungen, sondern Daten. Genau die Daten, mit denen Behörden und Forschungseinrichtungen weltweit ihre Sicherheitsanalysen validieren. Seit über 30 Jahren, in enger Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.
THAI: Die Anlage, die den Ernstfall beherrschbar macht
Die bundeseigene THAI-Anlage bildet nach, was im Sicherheitsbehälter eines Leichtwasserreaktors geschieht, wenn die Auslegung an ihre Grenzen kommt. Ein Zweibehälter-System mit 80 m³ Gesamtvolumen, ausgelegt für bis zu 1,4 MPa und 180 °C bzw. ein außengekühlter Behälter mit 45 m³ Gesamtvolumen, ausgelegt von Vakuum bis zu 6,5 MPa und 200 °C
Im Auftrag des BMUKN beantwortet das THAI-Programm offene Fragen zur Thermohydraulik und zum Verhalten von Spaltprodukten und Wasserstoff. Die Messdaten validieren auch das Programmpaket AC2, das die GRS für die Simulation von Auslegungsstörfällen und Unfällen entwickelt.
- Thermohydraulik im Sicherheitsbehälter
- Verhalten von Wasserstoff und Spaltprodukten
- Validierung von AC² und CFD-Codes
- Einbauten für jede Versuchsgeometrie
THEMIS-2: Wenn Rechenmodelle an ihre Grenzen stoßen.
Wie verhält sich Wasserstoff in den eng verbauten Räumen eines kleinen modularen Reaktors? Was passiert mit feinen Aerosolen, wenn ein Sicherheitsbehälter Leckagen aufweist? THEMIS-2 sucht die Antworten dort, wo Simulationen aufhören
Wir untersuchen das Deflagrationsverhalten mit möglicher Flammenbeschleunigung, das transiente Verhalten passiver autokatalytischer Rekombinatoren (PAR) bei Druckentlastung und die Transportprozesse organischer Iodverbindungen. Seit 2007 sind solche Vorhaben Teil der OECD/NEA Joint Projects an unserer Anlage.
- Wasserstoffverhalten in SMR-Geometrien
- Deflagration und Flammenbeschleunigung
- Transientes PAR-Verhalten bei Druckentlastung
- Iod-Aerosol-Verhalten im Sicherheitsbehälter
IPRESCA: Manchmal ist die beste Sicherheitsreserve ein Wasserbecken.
Pool-Scrubbing hält Spaltprodukte zurück, bevor sie den Sicherheitsbehälter verlassen. IPRESCA bringt diese Forschung international zusammen und verbessert die Quellterm-Berechnungen.
Versuchsaufbauten von der Laborgröße bis zur Großanlage fließen in eine gemeinsame Datenbank, die allen Projektpartnern offensteht. So wächst eine Wissensbasis, die kein Labor allein aufbauen könnte.
- Pool-Scrubbing zur Spaltprodukt-Rückhaltung
- Verbesserte Quellterm-Berechnung
- Versuche vom Labor- bis zum Großmaßstab
- Gemeinsame Datenbank für alle Partner
Häufig gestellte Fragen und Antworten .
Becker Technologies arbeitet vom kompakten Laboraufbau bis zum großtechnischen 80 m³ – Versuchsbehältern der THAI+-Anlage. Den passenden Maßstab legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.
In fünf Schritten: Anfrage und Beratung, Angebot, Ausarbeitung der Detaillösung mit Freigabe, Umsetzung und Messkampagne, abschließende Auswertung und Dokumentation.
Ja. Als Generalunternehmer deckt Becker Technologies das konzeptionelle Design, Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme von Versuchsanlagen aus einer Hand ab.
Becker Technologies arbeitet nach DGRL 2014/68/EU, BetrSichV und den IAEA Safety Standards und ist seit 2008 nach ISO 9001 zertifiziert.
Immer. Sensible Messaufgaben und vertrauliche Projektdaten sind bei Becker Technologies Standard. Umfang und Form einer Veröffentlichung oder Weitergabe legen Sie fest.
Ja. Über die OECD/NEA Joint Projects hinaus ist Becker Technologies fester Partner in internationalen Reaktorsicherheits Kooperationen und bringt Erfahrung in der Abstimmung über Ländergrenzen hinweg mit.
