THAI: Die einzige ihrer Art.
Die einzige großtechnische Containment-Versuchsanlage Deutschlands für die Reaktorsicherheitsforschung. Seit 25 Jahren liefert sie die Daten, mit denen die Welt ihre Sicherheitsanalysen prüft.
THAI steht für Thermohydraulik, Hydrogen (Wasserstoff), Aerosole und Iod, für vier entscheidende Phänomene, die im Sicherheitsbehälter eines Leichtwasserreaktors zusammenwirken, wenn die Auslegung an ihre Grenzen kommt. In einer einzigen Anlage bilden wir sie ab, gemeinsam, im selben Experiment. Austauschbare Einbauten machen daraus beliebig viele Versuchsgeometrien, von der Einraum- bis zur gekoppelten Mehrraumgeometrie.
- Coupled-Effects-Anlage für gekoppelte Phänomene
- Ein- oder Zweibehälter-Konfiguration
- Flexible Instrumentierung für Druck, Temperatur, Geschwindigkeit, Konzentration
- Deflagration im Innern großer Druckbehälter abbildbar
- Volumen
- 125 m³, als THAI+ 80 m³
- Druck & Temperatur
- bis 6,5 MPa, bei 200 °C
- Standort
- Hochheim am Main
Vier entscheidende Phänomene. Ein Experiment.
Andere untersuchen Thermohydraulik, Wasserstoff, Aerosole und Iod einzeln. THAI bringt sie integral zusammen.
In der einzigartigen Coupled-Effects-Anlage messen wir, wie diese vier Größen sich gegenseitig beeinflussen, so, wie es im Störfall oder in Unfällen auch geschehen würde. Genau diese Kombination ist weltweit einmalig. Sie ist der Grund, warum Forschungseinrichtungen aus 18 Ländern mit unseren Daten arbeiten, und warum THAI seit 25 Jahren der Maßstab für großtechnische Reaktorsicherheitsforschung im Containment ist.
„Was in Anlagen nie passieren darf, muss irgendwo untersucht werden. Dieser Ort ist THAI."
Dr.-Ing. Martin Freitag
Daten, auf die sich 18 Nationen verlassen.
Im OECD/NEA THAI-Programm arbeiten Belgien, China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Kanada, Korea, Schweden, Schweiz, Spanien und Tschechien mit unseren Ergebnissen.
Seit 2007 ist THAI fester Teil der OECD/NEA Joint Projects, von THAI über THAI-2 und THAI-3 bis zu THEMIS und heute THEMIS-2. Genutzt werden die Daten von führenden Sicherheitsorganisationen und Aufsichtsbehörden, darunter GRS, ASNR, PSI, CNL, KAERI, ÚJV, NUBIKI, ONR und CIEMAT.
- Grundlage für die Validierung internationaler Simulationscodes
- Absicherung von Sicherheitsanalysen
- Vorhersage und Abschätzung der Folgen von Stör- und Unfällen
- Referenzdaten für 50 Jahre Reaktorsicherheitsforschung
