Wasserstoffsicherheit:
erforscht, bevor sie zur Anforderung wird.
Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft, aber nur, wenn er sicher eingesetzt wird. Wir untersuchen sein Verhalten unter realen Bedingungen, von der Verteilung über die Detektion bis zur Zündung und Verbrennung.
Wasserstoff verhält sich anders als jedes andere Gas. Er entweicht durch kleinste Leckagen, versprödet Stahl und zündet in weiten Mischungsbereichen. Genau dieses Verhalten machen wir messbar, unter Drücken bis 1000 bar und unter Bedingungen, die der späteren Anwendung so nahe wie möglich kommen.
Ob Tritium-Abscheidung am Fusionsreaktor oder die Prüfung wasserstoffführender Pipelines unter realer Strömung: Wir entwickeln, bauen und betreiben die Versuchsanlagen, mit denen sich die Sicherheit von Wasserstofftechnologien belegen lässt. Aus einer Hand, vom Konzept bis zur Messkampagne.
ITER CHOP:
Wir waschen Tritium aus der Luft.
2025 gewinnt Becker Technologies eine internationale Ausschreibung der ITER-Organisation: die Entwicklung und den Bau einer Anlage zur Tritium-Oxidation. Am Fusionsreaktor ITER soll sie verhindern, dass bei einer Leckage des Plasmagefäßes das radioaktive Wasserstoffisotop Tritium freigesetzt wird.
Die Anlage besteht aus mehreren gekoppelten Druckbehältern, durchströmt von einem Luft-Wasserdampf-Wasserstoff-Gemisch. Wasserstoff dient dabei als nicht radioaktiver Ersatzstoff für Tritium und wird über katalytische Prozesse abgebaut und aus der Abluft ausgewaschen. Becker Technologies übernimmt Planung, Umsetzung und Versuchsdurchführung und prüft das Verfahren unter realen Betriebsbedingungen.
- Tritium-Rückhaltung am Fusionsreaktor ITER
- Katalytischer Wasserstoffabbau unter Betriebsbedingungen
- Mehrere gekoppelte Druckbehälter
- Validierung des Verfahrens und Optimierung der Katalysatoren
ModuH2Pipe:
Wir bringen Pipelines an ihre Wasserstoff-Grenze.
Wasserstoff greift Stahl an, von innen. Damit aus heutigen Gasleitungen und neuen Trassen ein sicheres Wasserstoffnetz wird, muss man wissen, wie sich Rohrwerkstoffe über die Jahre verhalten. Genau das macht ModuH2Pipe messbar.
Auf dem Testgelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwirft und baut Becker Technologies eine europaweit einzigartige, modulare Testplattform für reine Wasserstoff- und Wasserstoff-Erdgas-Pipelines. Im Fokus stehen Korrosionsmechanismen und Wasserstoffversprödung unter Strömung, also die Frage, wie zuverlässig eine Leitung das Medium über ihre Lebensdauer trägt.
- Wasserstoffversprödung von Rohrwerkstoffen
- Korrosionsmechanismen unter Strömung
- Reine H₂- und H₂-Erdgas-Gemische
- Zerstörende Prüfungen bis 900 bar Wasserstoff
Wir machen Wasserstoff sichtbar, bevor er sich sammelt.
Wasserstoff ist leicht, flüchtig und in weiten Mischungsbereichen zündfähig. Wer ihn sicher einsetzen will, muss drei Dinge beherrschen: wissen, wie er sich verteilt, ihn zuverlässig detektieren und ihn dort abbauen, wo er sich ansammelt.
Genau diese Fragen untersuchen wir experimentell. Wir messen, wie sich Wasserstoff in realen Geometrien verteilt, prüfen Detektionskonzepte unter Anwendungsbedingungen und bewerten den katalytischen Abbau über passive autokatalytische Rekombinatoren (PAR). Die Ergebnisse fließen direkt in die Sicherheitskonzepte von realen Anlagen und Infrastruktur ein.
- Wasserstoffverteilung in realen Geometrien
- Zündverhalten in weiten Mischungsbereichen
- Detektionskonzepte unter Anwendungsbedingungen
- Katalytischer Wasserstoffabbau mittels PAR
Häufig gestellte Fragen und Antworten .
Becker Technologies baut wasserstoffführende Systeme bis 900 bar und bildet dabei Bedingungen ab, die der realen Anwendung so nahe wie möglich kommen.
Ja. Becker Technologies entwickelt, baut und betreibt Wasserstoff-Versuchsanlagen selbst, von der Konzeption über die hausinterne Fertigung bis zur Inbetriebnahme, einschließlich der Genehmigung von Druckbehältern und der Gesamtanlage.
Ja. Für die ITER-Organisation baut und betreibt Becker Technologies eine Anlage zur Tritium-Wäsche, in der Wasserstoff als Ersatzstoff für Tritium katalytisch abgebaut wird.
Becker Technologies ist mit dem Regelwerk und den Genehmigungsverfahren für Errichtung und Betrieb von Druckbehältern und Drucksystemen vertraut und seit 2008 nach ISO 9001 zertifiziert.
Ja. Becker Technologies misst die Verteilung von Wasserstoff in realen Geometrien, prüft Detektionskonzepte unter Anwendungsbedingungen und bewertet den katalytischen Abbau durch passive autokatalytische Rekombinatoren.
